Ein bisschen Chance muss sein: Möglichkeiten der fondsgebundenen Rentenversicherung

Deutsche Sparer setzen nach wie vor auf konservative Anlageformen. Damit verlieren sie Milliarden. Welche Alternativen gibt es?

Der Höchstrechnungszins sinkt

Am 1. Januar ist es soweit: Der Höchstrechnungszins sinkt auf 0,25 Prozent. Der wichtigste Grund dafür ist der seit mehreren Jahren anhaltende Niedrigzins. Aufgrund dessen schlugen sowohl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (Bafin) als auch die Deutsche Aktuarsvereinigung (DAV) eine Absenkung des Höchstrechnungszinses vor. Weitere Informationen dazu stellen wir auf dem Collectiv-Blog zur Verfügung.

Das bedeutet für Kunden vor allem eines: Ein verringerter Höchstrechnungszins hat deutliche Auswirkungen auf alle Verträge in der Lebensversicherung, die Kunden nach dem 1. Januar 2022 abschließen. Für Bestandskunden bleibt zwar alles beim Alten, die garantierte Leistung für künftige Kunden wird jedoch schrumpfen. Weitere Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft und die Altersvorsorgesysteme in Deutschland teilt Mark Mauermann, Organisationsdirektor für den Partnervertrieb in Deutschland bei der WWK, im Podcast mit.

Deutsche Kunden sind misstrauisch

Das große Problem dabei: Viele Kunden beharren noch auf sicheren Lösungen, bleiben konservativ in ihren Investmententscheidungen. Eine VuMA-Umfrage aus dem vergangenen Winter zeigt, dass auch in Zeiten des Niedrigzinses das Sparbuch die beliebteste Geldanlage der Deutschen ist. Mit 56 Prozent gab mehr als die Hälfte der mehr als 23.000 Befragten an, ihr Geld in ein Sparbuch zu stecken. Darauf folgten die Immobilien (22,9 Prozent) und vermögenswirksame Leistungen (20,9 Prozent). Anteile an Investmentfonds (11,3 Prozent) und Aktien (9,9 Prozent) blieben dagegen auf den letzten Plätzen. Durch ihr Sparverhalten haben die Deutschen allein im Jahr 2021 rund 39 Milliarden Euro „verloren“.

Quelle: Statista

Bundesregierung setzt auf Fonds

Auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht die Zukunft der Altersvorsorge in Fonds. „Wir werden das bisherige System der privaten Altersvorsorge grundlegend reformieren“, heißt es im Koalitionsvertrag. Das soll durch einen Fonds geschehen, verwaltet von einer öffentlich-rechtlichen Stelle. Aktuell ist vorgesehen, dass dieser Fonds global anlegen wird. Für Bürger, die nicht über den Fonds vorsorgen wollen, soll ein OptOut-Angebot bestehen.

Der Umfrage „Mit einem Stupser zum Sparen“ des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) zufolge würde weniger als ein Drittel aller Deutschen (29 Prozent) in einen solchen Fonds Beiträge einzahlen. 26 weitere Prozent würden der Einbeziehung jedoch widersprechen und das Opt-Out nutzen. Allerdings legt die Studie auch offen, dass viele Bürger noch gar keine Kenntnisse über die Vor- und Nachteile eines solchen Systems haben. 36 Prozent gaben an, dass sie nicht wüssten, wie sie sich entscheiden sollten. Der Koalitionsvertrag hält außerdem fest, dass betriebliche und private Lösungen keinesfalls an Bedeutung verlieren. Entsprechende Produkte bleiben „wichtig für ein gutes Leben im Alter“, finden die Regierungsparteien.

Die fondsgebundene Rentenversicherung

Dementsprechend groß ist das Potenzial für die Beratung. Kunden sind Fondsprodukten wie der fondsgebundenen Rentenversicherung keinesfalls abgeneigt – das zeigt auch eine jüngere Untersuchung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft. Diese legte offen, dass zum Beispiel fondsgebundene Rentenversicherungen deutlich an Zuspruch gewinnen.

Das Garantiekonzept WWK IntelliProtect® vereint das Beste aus zwei Welten. Der iCPPI-Garantiemechanismus schützt einerseits das Vermögen, ohne jedoch auf hervorragende Anlagechancen zu verzichten. Die aktualisierte Version WWK IntelliProtect® 2.0 verfügt über weitere Features, zum Beispiel Indexfonds, optimierte Fondskosten und eine Bruttohochrechnung. Dabei können Kunden hohe Renditechancen und Kapitalerhalt kombinieren. Je nach Risikoneigung stehen variable Garantieniveaus zwischen 50 Prozent und 80 Prozent der eingezahlten Beiträge zur Verfügung.

Und seit Jahresbeginn 2022 ist auch die WWK Premium FondsRente 2.0 mit im Angebot. Diese neue flexible fondsgebundene Rentenversicherung konzentriert sich auf die Erwirtschaftung von möglichst hohen Renditen durch maximale Teilnahme an den weltweiten Aktienmärkten. Brandneu mit dabei: Kunden können nun auch in der Rentenphase die Chancen des Kapitalmarkts nutzen.

Weitere Informationen zur WWK IntelliProtect® gibt es unter dem folgenden Link.

Titelbild: ©Halfpoint/stock.adobe.com

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Lars Nievelstein
Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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Bereichsleiter Marketing & Organisationsdirektor Partnervertrieb der WWK

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