Wer selbst baut oder saniert, merkt es jeden Tag: Die Preise steigen. Verantwortlich sind gestiegene Rohstoffpreise, höhere Energiekosten, Fachkräftemangel und neue regulatorische Anforderungen im Bereich Energieeffizienz.
Für Eigentümer bedeutet das: Das Eigenheim ist heute ein besonders wertvoller Vermögenswert, aber auch ein wachsendes Risiko. Und genau hier setzt unsere Arbeit als Versicherungsmaklerin oder -maklerin an. Denn die steigenden Baupreise haben direkte Konsequenzen für den Versicherungsschutz: Wer seine Verträge nicht anpasst, läuft Gefahr, im Schadenfall unterversichert zu sein.
Steigende Baupreise = steigendes Unterversicherungsrisiko
Das Kernproblem: Viele Wohngebäudeversicherungen wurden vor Jahren oder Jahrzehnten abgeschlossen. Damals waren die Baupreise auf einem ganz anderen Niveau. Heute reicht die vereinbarte Versicherungssumme in vielen Fällen nicht mehr aus, um ein Haus im Schadenfall vollständig wiederherzustellen.
Wenn die Versicherungssumme nicht dynamisch angepasst wird, droht eine Unterversicherung. Das heißt, dass der Schaden nur anteilig zur Versicherungssumme erstattet wird.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung:
- Versicherungssumme: 300.000 Euro
- Tatsächlicher Wiederherstellungswert nach Baukostensteigerungen: 500.000 Euro
- Schadenssumme von 80.000: Die Versicherung zahlt nur anteilig, in diesem Fall 60 Prozent = 48.000 Euro
- Fehlbetrag: 32.000 Euro, die der Eigentümer selbst tragen müsste
Das zeigt: Unterversicherung ist kein theoretisches Risiko, sondern eine reale Gefahr. Und das gilt gerade jetzt, wo Baukosten so dynamisch steigen und auch gestiegen sind.
Die passende Wohngebäudeversicherung als Antwort
Die WWK Wohngebäudeversicherung bietet Schutz, der mitwächst. Sie ist so konzipiert, dass Eigentümer auch bei steigenden Baupreisen nicht ins Risiko laufen. In der gleitenden Neuwertversicherung Plus gilt ein Unterversicherungsverzicht bei Ermittlung der Versicherungssumme nach dem Wert 1914.
Bereits die Grunddeckung ist umfassend und deckt die klassischen Risiken ab:
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Überspannungsschäden durch Blitz, Anprall von Luftfahrzeugen
- Leitungswasser: Bruch- und Nässeschäden
- Sturm und Hagel: Schutz vor Extremwetter, das durch den Klimawandel häufiger auftritt
Um den Schutz individuell auszubauen, stehen verschiedene Erweiterungen zur Verfügung:
- Elementarschäden: Absicherung gegen Überschwemmung, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben u.v.m.
- Glaszusatzschutz: Schäden durch Glasbruch
- Haustechnik: Schutz für moderne Technik im Haus wie Heizungsanlagen, Klimageräte oder Smart-Home-Systeme
- Photovoltaiktechnik plus: inklusive Ertragsausfallversicherung, wenn die PV-Anlage keinen Strom liefern kann
- Rohrleitungspaket Ableitungsrohre: Schutz auch für Rohrleitungen außerhalb des Gebäudes bis zu 15.000 Euro
Die Variante WWK Wohngebäudeversicherung plus wurde im Juni 2024 von Franke & Bornberg mit FFF+ (Note 0,5) bewertet. Für Maklerinnen und Makler bedeutet das: ein unabhängiges Gütesiegel, das sie aktiv in der Beratung nutzen können.
Beratung mit Mehrwert: Vom Haus zur Familie
Die Erfahrung zeigt: Eigentümer konzentrieren sich oft ausschließlich auf das Gebäude selbst. Sie investieren viel Zeit in Materialien, Energiekonzepte und Gestaltung, aber die Absicherung der eigenen Arbeitskraft oder der finanziellen Stabilität der Familie wird im Eifer des Bauprojekts gern ausgeblendet. Genau hier beginnt unsere Beratungsaufgabe.
Denn das Eigenheim ist fast nie vollständig schuldenfrei. In den meisten Fällen laufen langfristige Kredite, die über Jahrzehnte hinweg bedient werden müssen. Wenn der Hauptverdiener plötzlich verstirbt oder berufsunfähig wird, kann diese finanzielle Verpflichtung schnell zur Belastung werden. Eine Wohngebäudeversicherung ersetzt zwar das Haus im Schadenfall, sie schützt aber nicht vor Zahlungsausfällen gegenüber der Bank.
Darum gehört die WWK Risikolebensversicherung zwingend ins Beratungsgespräch. Sie sorgt dafür, dass die Restschuld im Todesfall abgesichert ist und die Hinterbliebenen das Haus nicht verlieren. Hier geht es nicht nur um nüchterne Zahlen, sondern um das emotionale Sicherheitsgefühl, das eine Familie benötigt: die Gewissheit, dass ihr Zuhause auch in einer Extremsituation erhalten bleibt.
Ebenso unverzichtbar ist die WWK Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie schützt die Einkommensquelle, ohne die kein Kredit über Jahre hinweg zu bedienen wäre. Der Hinweis für Kundinnen und Kunden ist einfach, aber wirkungsvoll: „Die Bank hat sich über die Grundschuld abgesichert. Aber wie haben Sie sich selbst abgesichert?“ Dieses Bild trifft den Kern und öffnet die Tür für eine tiefergehende Beratung.
Cross-Selling-Potenzial
Die Baupreissteigerungen schaffen also nicht nur einen Risikofaktor, sondern auch vielfältige Chancen für Maklerinnen und Makler. Sie liefern einen hervorragenden Anlass, bestehende Verträge zu überprüfen und gleichzeitig weitere Absicherungsbausteine ins Gespräch zu bringen.
Gerade in der Bestandskundenbetreuung ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte. Wer seinen Kundinnen und Kunden erklärt, dass die steigenden Baupreise eine Anpassung der Wohngebäudeversicherung erforderlich machen, positioniert sich als vorausschauender Berater. In diesem Gespräch lässt sich elegant der Übergang zu Themen wie Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsabsicherung schaffen: Das sind Themen, die im Alltag des Kunden oder der Kundin oft verdrängt, aber für die Stabilität seiner Finanzen entscheidend sind.
Auch die zunehmende Technik im Eigenheim liefert neue Beratungsanlässe. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Smart-Home-Lösungen sind heute Standard, wurden aber in vielen älteren Versicherungsverträgen nie berücksichtigt. Mit den optionalen Bausteinen der WWK Wohngebäudeversicherung können Vermittler und Versicherungsmakler hier einen passgenauen Schutz aufzeigen und gleichzeitig Kompetenz in modernen Themenfeldern demonstrieren.
Typische Einwände und wie man sie entkräftet
Natürlich treffen Maklerinnen und Makler in der Praxis auch auf Skepsis. Viele Kundinnen und Kunden gehen davon aus, dass ihr bestehender Schutz „schon passen wird“. Hier hilft es, konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen: Baupreisindex, reale Kostensteigerungen, Beispielrechnungen. Sie machen deutlich, dass es sich nicht um eine theoretische Gefahr handelt.
Andere Kundinnen und Kunden sehen keinen Bedarf für eine Risikolebensversicherung, weil sie „zu zweit sind“ und einander stützen. Doch gerade in solchen Konstellationen reicht ein Einkommensverlust oft aus, um die gesamte Finanzierung ins Wanken zu bringen. Die richtige Antwort ist, den Blick auf die finanziellen Verpflichtungen zu lenken, die sich nicht halbieren, nur weil ein Partner ausfällt.
Auch das Argument „BU ist zu teuer“ begegnet uns regelmäßig. Hier lohnt es sich, den Blickwinkel zu drehen: „Was kostet es Sie, wenn Sie Ihr Einkommen verlieren und trotzdem die Kreditraten zahlen müssen?“ Dieser Perspektivwechsel öffnet vielen Kundinnen und Kunden die Augen für den tatsächlichen Wert dieser Absicherung.
Bauen mit Weitblick = Beratung mit Mehrwert
Die Baukosten steigen und mit ihnen das Risiko der Unterversicherung. Für Maklerinnen und Makler bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, den Bestand aktiv durchzugehen, Kundinnen und Kunden anzusprechen und Lösungen aufzuzeigen.
Die WWK Wohngebäudeversicherung bietet die passende Grundlage: dynamisch, flexibel und mit einem hervorragenden Qualitätssiegel ausgestattet. Ergänzt durch die WWK Risikolebensversicherung zur Kreditabsicherung und die WWK Berufsunfähigkeitsversicherung zur Einkommenssicherung entsteht ein Rundum-Schutz, der nicht nur das Gebäude selbst, sondern die gesamte Lebenssituation des Kunden oder der Kundin berücksichtigt.
Wer als Maklerin oder als Makler diesen ganzheitlichen Ansatz verfolgt, schafft echten Mehrwert. Er zeigt Kompetenz, berät vorausschauend und bindet seine Kundinnen und Kunden langfristig. Denn am Ende geht es nicht nur um Mauern und Dächer, sondern um die finanzielle Zukunft ganzer Familien.
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