Teures Erbe: Wie die Bestattungsvorsorge hilft

Bestattungen werden immer teurer. Kunden stehen oft unter Druck und wählen das erstbeste Angebot – ein Fehler, der die Kosten hochtreibt. Eine Lösung ist die Bestattungsvorsorge. Wir fassen die Fakten zusammen.

Die Himmelfahrt der Bestattungskosten

Bestattungen werden immer teurer. Wie der Aeternitas e.V., Verbraucherinitiative Bestattungskultur, unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtete, stiegen die Preise innerhalb der letzten zehn Jahre um 10,4 Prozent. Allein im Jahr 2021 war ein Anstieg von rund drei Prozent zu beobachten. Demzufolge sind vor allem Dienstleistungen rund um die Bestattung einer zunehmenden Kostensteigerung ausgesetzt. Bei den Waren fielen die Preissteigerungen moderater aus. Dabei untersuchte Aeternitas vor allem die von Destatis ausgewiesenen Preise für „Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühr“ (plus 11,2 Prozent) und für „Sarg, Urne, Grabstein oder andere Begräbnisartikel“ (plus 6,8 Prozent). Zu den immer teureren Dienstleistungen gehörten zum Beispiel Überführungen, Trauerfeiern und die Abwicklung von Formalitäten sowie die Friedhofsgebühren.

„Deutlich wird, dass bei der finanziellen Vorsorge für eine Bestattung Preissteigerungen stets einkalkuliert und ein entsprechender Puffer eingeplant werden sollte“, rät der Aeternitas-Vorsitzende Christoph Keldenich in einer Pressemeldung.

7.000 Euro pro Grab

Konkret seien für Hinterbliebene Bestattungskosten von 7.000 Euro oder mehr zu erwarten. Folgekosten (zum Beispiel Friedhofsgebühren und Grabpflege) kommen hinzu. Das Problem dabei: Viele Deutsche stehen wegen der Bestattungspflicht unter Druck. Innerhalb weniger Tage müssen sie einen Bestatter finden, die Beerdigung organisieren und nebenher noch den Tod einer geliebten Person verarbeiten. Oftmals lassen sie sich darum auf den ersten oder zweiten Bestatter ein, berichtet beerdigungskosten.de. Es bleibt kaum Zeit, um Angebote zu vergleichen.

Die Sozialbestattung

Etwa 20.000 Mal im Jahr gewähren die deutschen Sozialhilfeträger eine Sozialbestattung auf Grundlage des § 74 Sozialgesetzbuch. Als Voraussetzung gilt dabei, dass die zur Organisation Verpflichteten, die finanziellen Mittel nachweislich nicht haben. Doch aufgepasst: Nur diese Personengruppe kann eine Sozialbestattung überhaupt beantragen. Ein Freund, der aus einer moralischen Verpflichtung heraus handelt, gilt laut Aeternitas nicht als verpflichtet – das Beantragen einer Sozialbestattung kommt für ihn nicht infrage.

Tipps zur frühen Vorsorge

Der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. (BDB) rät daher, Der Bundesverband Deutscher Bestatter e.V. rät daher, früh für die eigene Bestattung vorzusorgen. Im Sterbefall trifft die Angehörigen dann nicht gleich die doppelte Last, da die Vorsorgenden noch zu Lebzeiten alle Details selbst festlegen und organisieren können. Unter anderem gehören für Vorsorgende die folgenden Punkte dazu:

  • Mit Familie und Freunden besprechen, wie die letzten Wünsche aussehen
  • Deren Bedürfnisse anhören und eventuell danach Anpassungen vornehmen
  • Alle Wünsche und Vorstellungen mit dem Bestatter abklären
  • Treuhandvertrag oder Sterbegeld

Um auch ganz sicher zu gehen, was die eigene Bestattung angeht, können Vorsorgende auf zwei verschiedene Modelle zugreifen. Erstens gibt es hier die Absicherung durch eine einmalige Einlage in einen „Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag“. Zweitens können Kunden eine Sterbegeldversicherung abschließen. Diese bietet sich besonders für Menschen unter 65 oder Geringverdiener an. In der Regel erfolgt keine Gesundheitsprüfung. Außerdem steht das Geld im Sterbefall gleich nach Vertragsbeginn zur Verfügung.

WWK Bestattungsvorsorge

Die WWK bietet eine umfangreiche Bestattungsvorsorge an, mit der Kunden alle Fragen schon im Vorfeld beantworten können. Sie wird in drei Ausführungen angeboten – Standard, Komfort und Premium – die zum Beispiel einen Todesfallschutz, die Übernahme von Urne oder Sarg sowie eine letzte Abschiednahme umfassen. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

  • Freie Entscheidung für den Sterbefall: Die Vorsorgenden organisieren alles selbst, beauftragen selbst ein Bestattungsinstitut oder übergeben die komplette Organisation mit einem Assistance-Partner
  • Keine Gesundheitsfragen
  • Würdevolle Bestattung nach Kundenwunsch
  • Professionelle Betreuung und Hilfeleistungen rund um die Uhr

Weitere Informationen dazu finden Interessierte auf der Website.

Titelbild: © todor / stock.adobe.com

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Lars Nievelstein
Lars Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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