Weil Zukunft manchmal JETZT bedeutet: Hilfe für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine macht uns alle sprach- und fassungslos. Er bedeutet eine ungewisse Zukunft für die Menschen vor Ort und diejenigen, die sich bereits auf der Flucht befinden. Hilfe wird dringend benötigt. Auch wir als WWK collectiv möchten daher unsere Plattform nutzen, um einen kleinen Überblick zu geben, wie die Branche in dieser Notlage helfen kann.

Geldspenden für die betroffene Bevölkerung in der Ukraine

Auch, wenn es diesmal einen anderen Hintergrund hat, bleiben wir beim Thema Geld. Denn: „Für viele mag es wenig persönlich und nicht greifbar erscheinen, allerdings sind Geldspenden tatsächlich in der gegenwärtigen Lage die beste und wirkungsvollste Art, um die humanitäre Hilfe im Ausland zu unterstützen“, sagt der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter. Mit Hilfe von Geldspenden konnte das DRK unter anderem einen Hilfskonvoi mit fünf LKWs des DRK mit 88 Tonnen Hilfsgütern nach Polen schicken. Darin 3.280 Feldbetten, 4.680 Isomatten und 750 Hygienepakete, die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfigen Haushalts für einen Monat ausgelegt sind.

Entsprechend liefern wir hier eine Übersicht einiger Hilfsorganisationen, die per Geldspende unterstützt werden können:

Das Deutsche Rote Kreuz

Im Rahmen eines Soforthilfeprojektes werden durch das Deutsche Rote Kreuz umfassende Hilfsmaßnahmen zur Versorgung der Zivilbevölkerung und der Menschen auf der Flucht in die Wege geleitet und fortlaufend ausgeweitet.

AWO

Gemeinsam mit der Volkshilfe Österreich und der lokalen Partnerorganisation Narodna Dopomoha Ukraine (NDU) wurde in Chernowitz durch AWO bereits ein „Welcome Point“ eingerichtet, wo Dinge des täglichen Bedarfs verteilt werden. Darüber hinaus vermittelt AWO vor Ort Notunterkünfte und psychosoziale Unterstützung. In Kooperation mit Solidar Suisse und zwei rumänischen NGOs werden aktuell zudem Nothilfeprojekte in den Bereichen Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten entwickelt. Ebenfalls unterstützt AWO International verschiedene AWO Verbände bei Nothilfeinterventionen an der ukrainischen Grenze sowie Hilfstransporten in die Ukraine.

Caritas

Durch Spendenbeträge ab 50 Euro vermittelt die Caritas direkte Hilfe an die ukrainischen Kriegsopfer. Finanziert werden dadurch neben Nahrungsmitteln auch die Nothilfe für Alte und Kranke (200 Euro) oder Medizinische Maßnahmen (130 Euro).

Hanseatic Help

Die Hamburger Organisation Hanseatic Help gehört zum Zusammenschluss Netzwerk Ziviler Krisenstab. Hierzu zählen über 30 kleinere Organisationen. Um deren Arbeit und Hilfsleistungen finanziell zu unterstützen, finden Interessierte auf der Website das Spendenformular.

Johanniter

Die Johanniter kümmern sich um die Verteilung lebenswichtiger Hilfsgüter in der Ukraine sowie den angrenzenden Nachbarländern. Sie sind durch Partner auch stark in Osteuropa vertreten, sodass dort gezielt Hilfsmaßnahmen in die Wege geleitet werden.

Malteser

Die Malteser sind seit 30 Jahren in der Ukraine aktiv. Laut eigener Aussage kennen die ukrainischen Malteser ihr Land und wissen, was bedürftige Menschen dort benötigen.

UNICEF

UNICEF konzentriert sich besonders auf die Unterstützung von Kindern und Familien. Auf der Website kann über diverse Spendenbeträge direkt gesehen werden, was davon finanziert wird. Beispielsweise ein Familien-Hygiene-Set für 46 Euro.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ein Zuhause für die, die ihres unfreiwillig verloren haben

Der UN zufolge sind mehr als eine Millionen Ukrainer auf der Flucht vor dem Krieg. Und das nach erst einer Woche. Wie viele Geflüchtete noch folgen, ist derzeit nicht absehbar. Während viele auf der Durchreise zu Freunden und Verwandten im Ausland sind, haben andere keine Option auf ein Obdach. Wer ein Dach über dem Kopf bieten kann, hilft daher auch hier weiter.

Airbnb

Airbnb.org übernimmt die Kosten für vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 100.000 Menschen, die aus der Ukraine fliehen. Wir unterstützen geflüchtete Menschen unabhängig von Nationalität, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder Geschlechtsidentität“, erklärt der Anbieter auf seiner Website. Bis zu 10.000 Menschen sollen so zumindest vorübergehend kostenlos wohnen können. Freiwillige können ihre Wohnung kostenlos inserieren.

#Unterkunft Ukraine

Freiwillige können ihre Unterkunft mit Hilfe eines Formulars auf https://www.unterkunft-ukraine.de/ registrieren. Hier kann ein Zeitraum ab zwei Wochen Aufenthalt gewählt werden. Geplant werden sollte perspektivisch mit vier Wochen.

Sachspenden für die Abgabe an Sammelstellen

Neben finanzieller Unterstützung sowie das Angebot einer (vorübergehenden) Unterkunft, sind nach wie vor auch Sachspenden willkommen. Aber Achtung: Kleidung wird derzeit von vielen Organisationen nicht (mehr) benötigt. Daher sollten sich Freiwillige vorab bei den jeweiligen Sammelstellen organisieren, welche Dinge fehlen, auch, weil sich der Bedarf laufend ändert. Meist kommt es vor allem auf Hygieneprodukte und haltbare Lebensmittel an. Die Standorte der jeweiligen Sammelpunkte finden sich in der Regel auf den Homepages der jeweiligen Städte und Gemeinden.

Dieser Beitrag dient als eine Übersicht zu verschiedenen Organisationen. Es finden sich hier weder alle Engagements noch wurden Brancheninitiativen aufgelistet, die, wie beispielsweise durch die Fonds Finanz, ebenfalls existieren.

Titelbild: © Ruslan/adobe.stock.com

Teilen Sie diesen Beitrag:
Stephanie Gasteiger
Stephanie Gasteiger
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit beruflichem Hintergrund in der PR und Wurzeln am Chiemseeufer. Ist ganz nach Friedrich Nietzsche davon überzeugt, dass die Glücklichen neugierig sind. Und ebenso umgekehrt.

Mehr vom Autor

Produktive Pausen: Wie kommt man erholt ans Ziel?

Immer 100 Prozent zu geben hält niemand durch. Die Frage: Wann sind Pausen sinnvoll und wie lange sind wir leistungsfähig?

Der demographische Wandel: Von Innovation zu Investition

Die Welt ist im Umbruch. Und sie altert. Durch den demographischen Wandel ergeben sich jedoch auch Chancen.

Partner mit Herz: Aufmerksamkeit schafft Prävention

Herzerkrankungen sind die häufigsten Ursachen für ein eingeschränktes oder verkürztes Leben. Früherkennung senkt das Risiko.

Standpunkt

"In unserem Interview- und Podcast-Kanal sprechen wir über das, was ein Kollektiv und eine starke Gemeinschaft ausmacht. Mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche, mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Spitzensport. Herzlich Willkommen und viel Freude beim Lesen und Zuhören."

Thomas Heß
Bereichsleiter Marketing & Organisationsdirektor Partnervertrieb der WWK

“Wir entwerfen die Zukunft aus Deutungen der Vergangenheit”

Woher kommt eigentlich unsere Zukunft? Im neuen Podcast wagen wir Einblicke und Ausblicke in die Zeit mit Prof. Dr. Elke Seefried.

Buy now pay later: Servicetrend oder Schuldenfalle?

Buy now pay later ist der Megatrend im E-Commerce und steht dennoch häufig in der Kritik. Ob zu Recht oder zu Unrecht, dazu sprechen wir im Podcast mit Sebastian Ludwig, CEO von coeo.

Wissenswertes von der starken Gemeinschaft

Aktuell

Produktive Pausen: Wie kommt man erholt ans Ziel?

Immer 100 Prozent zu geben hält niemand durch. Die Frage: Wann sind Pausen sinnvoll und wie lange sind wir leistungsfähig?

An die Tür genagelt: Reformbedarf in Deutschland

Wo steht der Sozialstaat derzeit vor Reformen? Und was verändert sich künftig? Ein Blick auf verschiedene Reformen in Deutschland.

Körpersprache: Das Gegenüber entschlüsseln

Die Körpersprache des Gegenübers zu lesen kann im Kundengespräch entscheidend sein. Doch worauf gilt es zu achten?