50 Jahre E-Mail: Acht Tipps für erfolgreiches E-Mail-Marketing

Die E-Mail wurde als Veteranin der digitalen Kommunikation schon mehrmals für tot erklärt – völlig zu Unrecht. Per Mail und Newsletter lässt sich eine starke und erfolgreiche Kundenbeziehung aufbauen. Wir geben Tipps für effektives E-Mail-Marketing.

E-Mail als Top-Kommunikationskanal

E-Mail-Marketing bietet generell, insbesondere aber auch Vermittlern viele Vorteile: Es ist kostengünstig, der Erfolg lässt sich gut messen und es besteht die Möglichkeit zum direkten Kundenkontakt. Das sind alles Gründe, warum der Vertriebskanal, obwohl die E-Mail ihren 50. Geburtstag feiert, immer noch so beliebt ist.

Eine aktuelle Studie des Software-Unternehmens Sendinblue legt nahe, dass die E-Mail für 58 Prozent der deutschen Kunden sogar zu den Top-3-Kommunikationsformen im Austausch mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) gehört. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen während der Pandemie noch stärker auf E-Mail-Marketing setzen. Das ergab der Report „E-Mail-Marketing Benchmark 2021“ des Software-Anbieters Episerver.

„Das E-Mail-Marketing ist nach wie vor einer der effektivsten Kanäle im Marketing-Mix. Kaum eine andere Disziplin ermöglicht es, so individuell mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten“, sagt Joanna Hoheisel, Director Business Consulting bei Episerver.

Tipps für eine erfolgreiche Kommunikation via E-Mail

Doch wie funktioniert E-Mail-Marketing im Jahr 2021? Und wie kann ich effektiv mit meinen Kunden in Kontakt treten, ohne diese abzuschrecken oder mit meinen Nachrichten im Junk-Filter zu landen? Wir haben ein paar Tipps gesammelt:

Double Opt-In ist ein Muss: Gemäß Statista lag im Jahr 2019 der Anteil der Spam-Mails am weltweiten E-Mail-Verkehr bei über 57 Prozent. Provider und E-Mail-Dienste legen daher nach wie vor hohen Wert auf Qualität, Relevanz und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Zustellung oder Ablehnung eingehender Mails. Auch die DSGVO und andere Datenschutz-Richtlinien sind hier besonders zu beachten. Grundsätzlich gilt: Es muss eine eindeutige Einwilligung der Empfänger vorliegen, bevor man ihnen E-Mails zum Beispiel in Form von Newslettern schickt. Idealerweise liegt eine schriftliche Einwilligung – zum Beispiel im Rahmen des Maklermandats – oder ein Double Opt-In vor. Nur so ist gewährleistet, dass der Versand auch erfolgreich und ohne rechtliche Konsequenzen durchgeführt werden kann.

Den richtigen Zeitpunkt finden: Laut Episerver werden viele Newsletter am Donnerstag verschickt, dicht gefolgt von Dienstag und Mittwoch. Allerdings weist der Samstag laut Erhebung die höchsten durchschnittlichen uniquen Öffnungs- und Klickraten auf.

Auf den Inhalt kommt es an: Wer nur Werbung verschickt, hat schlechte Karten. Am besten ist es, ein aktuelles Thema aufzugreifen, handfeste Informationen zu liefern und im Anschluss erst seine Dienste anzubieten. Eine Idee wäre zum Beispiel: Zur Reisesaison einen Überblick über die aktuelle Situation in den jeweiligen Urlaubsländern geben und dann eine Reiserücktrittsversicherung anbieten – mit dem Hinweis, welchen Mehrwert diese liefern kann. Der Inhalt sollte zu 90 Prozent aus Informationen bestehen und nur zu zehn Prozent aus Eigenwerbung.

Kurzfassen: Bei der Betreffzeile performen kurze und prägnante Überschriften besser als längere. Betreffzeilen mit Emojis schnitten schlechter ab als welche ohne Emojis.

Persönlich werden: E-Mails, die von einer bestimmten Person geschickt werden und nicht von einem Maklerbüro oder Unternehmen, werden eher geöffnet. Verschicken Sie die Mails also ruhig unter Ihrem Namen. Auch die Anrede sollte persönlich sein.

Das richtige Design: 2020 beschäftigen sich Nutzer mit einer Mail nur noch 11,82 Sekunden. Das bedeutet: Neben der Betreffzeile sollte auch das Design klar und übersichtlich sein. Ansprechende Bilder machen den Newsletter oder die Mail interessanter. Außerdem sollte das Design responsive sein: Viele Nutzer lesen ihre Mails auf dem Smartphone!

Das passende Tool: Die Zahl der Tools, über die sich Mailings verschicken lassen, ist nicht klein. Viele Anbieter ermöglichen auch Reports und A/B-Testing, mit deren Hilfe Sie überprüfen können, wie erfolgreich Ihre Mails sind. Übrigens: Viele Angebote sind bis etwa 250 Empfänger kostenlos! Eine Übersicht hat das Digitalmagazin t3n.

Und zum Schluss: Vergessen Sie nicht, ihren Newsletter zu bewerben. Machen Sie regelmäßig auf allen anderen digitalen Kanälen wie Ihrer Website und auf Social Media auf Ihren Newsletter aufmerksam.

Titelbild: ©Fizkes/stock.adobe.com

 

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Lisa Mayerhofer
Lisa Mayerhofer
Mitglied der NewFinance-Redaktion mit vorherigen Stationen beim Süddeutschen Verlag und Burda Forward.

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