Kernkompetenz Selbstdisziplin: Acht Tipps fürs Homeoffice

Die letzten drei Jahre haben die Arbeitswelt durcheinander gewürfelt – der Ausnahmefall Tele-Arbeit entwickelte sich zum Normalfall Home-Office. Mit diesem Wechsel ist eine Kompetenz wichtiger denn je geworden: Selbstdisziplin, um auch ohne Chef und Kollegen im Nacken die geforderte Leistung zu bringen.

Aber wie gelingt das? Wie trainiert man Selbstdisziplin? Wir geben acht Tipps dazu.

1. Selbstdisziplin ist nicht „durchhalten“

Ganz wichtig: Bei der Selbstdisziplin geht es nicht darum, irgendetwas irgendwie durchzuhalten. Es geht vielmehr darum, dass man etwas aus eigenem Antrieb schaffen möchte. Selbstdisziplin entsteht, wenn man den Sinn hinter einer Sache entdeckt und von innen heraus das Ziel ansteuert. Selbstdisziplin im Home Office bedeutet: Ich möchte meine Arbeit schaffen.

2. Organisiert sein

Jeder arbeitet selbstdisziplinierter, wenn man an etwas arbeitet, was wichtig ist. Deswegen muss man die Arbeit im Home-Office unbedingt priorisieren. Was ist wichtig, was muss ich sofort erledigen, weil der Chef oder Kollegen darauf warten? Was kann ich später erledigen, weil es nicht so drängt? Prioritäten setzen zu können ist die Grundvoraussetzung, um selbstdiszipliniert arbeiten zu können.

3. Fertig bis …

Disziplin und Deadlines sind quasi miteinander verwandt. Wer sagt „Um 13 Uhr ist das Memo fertig“, der muss diszipliniert arbeiten, um die Deadline zu halten. Wer dagegen verspricht, eine Aufgabe so schnell wie möglich zu lösen, der wird eben auch nur so schnell wie (ihm) möglich fertig. Ausgang offen …

4. Realistisch bleiben

Kaum etwas zerstört Selbstdisziplin so schnell wie unrealistische Ziele. Denn wer schon am Anfang weiß, dass sich alle Mühe eigentlich nicht lohnt, weil die Arbeit kaum zu schaffen ist, der hat auch keine Lust, überhaupt anzufangen. Lieber kleinere Ziele setzen, die erreichbar sind und die sich dann nach und nach auch steigern lassen.

5. Aufgaben zerlegen

Dies gilt auch dann, wenn eine größere Aufgabe ansteht. Viele Menschen scheuen einen größeren Berg an Arbeit, bei dem es scheinbar kein Ende gibt. Weil die vielen kleineren Aufgaben „auf dem Weg“ Erfolgserlebnisse auslösen, lohnt es sich, „Mammutaufgaben“ in viele kleinere Tanks aufzuteilen. Das hält die Motivation eher hoch.

6. Hochphasen nutzen

Der Eine kann morgens zwischen 8 und 9 Uhr die besten Gedanken fassen, der Andere ist um 14 Uhr immer am leistungsstärksten und wieder ein anderer läuft erst richtig auf Hochtouren, wenn die Sonne untergegangen ist. Selbstdisziplin ist tatsächlich auch eine Frage des Timings. Die anspruchsvollsten (wahlweise unbeliebtesten oder schwierigsten) Aufgaben sollte man immer dann erledigen, wenn es einem persönlich am leichtesten fällt. Eine ungeliebte Arbeit gegen den eigenen Biorhythmus durchsetzen zu wollen, ist ein aussichtsloses Unterfangen.

7. Mit einem Vorbild geht es besser

Wer ist die Person, die die meiste Selbstdisziplin aufbringt? Wer selbst mit seiner Disziplin hadert, sollte an jemanden denken, den wir für seine Disziplin bewundern und beneiden. Alleine der Gedanke an ein Vorbild, das genau so ist, wie wir gerne wären, motiviert und diszipliniert uns!

8. Zweifler ignorieren

Alle haben immer gesagt: „Das geht nicht!“ Und dann kam einer, der hat es einfach gemacht. Mit der gleichen Einstellung tankt man Selbstdisziplin: Zweifler hinter sich lassen, Nörgler und Schwarzseher sowieso und einfach das umsetzen, was wir im Kopf haben. Die Grenzen setzen die anderen!

Titelbild: ©omar/ stock.adobe.com

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